Stadt Holzgerlingen
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Rathaus

Böblinger Straße 5-7

71088 Holzgerlingen

Öffnungszeiten

Mo - Fr: 08:00 - 12:15 Uhr
Di: 14:00 - 16:00 Uhr
Do: 14:00 - 18:00 Uhr

Im Bürgeramt besteht derzeit Terminpflicht. Bitte vereinbaren Sie Ihren Termin über die Online-Terminvereinbarung oder telefonisch unter 07031 6808-0.

Kommunale Wärmeplanung

Die Stadt Holzgerlingen erarbeitet derzeit einen kommunalen Wärmeplan. Mit der fachlichen Erstellung wurde die badenovaNETZE GmbH aus Freiburg beauftragt.

Ziel ist es aufzuzeigen, wie eine zukunftsfähige, bezahlbare und klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2040 erreicht werden kann.

Dafür wird untersucht,

  • wie die Gebäude aktuell beheizt werden und wie hoch der aktuelle Wärmebedarf ist,
  • welche Potenziale für Energieeinsparung, Effizienz und erneuerbare Energien bestehen,
  • welche Gebiete sich langfristig für Wärmenetze eignen
  • und wo dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen sinnvoll sind.


Auf Basis dieser Informationen entstehen Zielszenarien für 2030 und 2040 sowie ein Maßnahmenplan, der fünf priorisierte Schritte je Kommune enthält. Der Wärmeplan wird gesetzlich regelmäßig aktualisiert, um auf neue Entwicklungen und Erkenntnisse reagieren zu können.


Die Erstellung eines kommunalen Wärmeplans erfolgt in vier aufeinander aufbauenden Schritten:

1. Bestandsanalyse

In der Bestandsanalyse wird erfasst, wie die derzeitige Wärmeversorgung aussieht. Hierzu wird unter anderem ermittelt:

  • welche Heizsysteme in welchen Straßenzügen genutzt werden,
  • wie hoch der Wärmebedarf von Wohn- und Nichtwohngebäuden ist,
  • wo bereits Netzinfrastruktur vorhanden ist (z. B. Gas- oder Wärmenetze),
  • wie Gebäudealter, Bauweise und energetischer Zustand verteilt sind.


Diese Informationen fließen in einen digitalen Zwilling des Gemeindegebiets ein, der eine präzise räumliche Planung ermöglicht.

2. Potentialanalyse

Im Rahmen der Potenzialanalyse wird untersucht, welche erneuerbaren Energiequellen und Effizienzpotenziale künftig genutzt werden können, darunter:

  • Umweltwärme (z. B. Grundwasser, Erdsonden, Abwasserwärme),
  • Solarthermie und Photovoltaik,
  • biogene Reststoffe,
  • Abwärme aus Gewerbe und Industrie,
  • innovative Wärmeerzeugung sowie Kraft-Wärme-Kopplung.

Zusätzlich wird bewertet,

  • wie stark der Wärmebedarf durch energetische Sanierungen in den kommenden Jahren sinken kann,
  • wie sich der zusätzliche Strombedarf durch neue Technologien wie Wärmepumpen entwickelt,
  • und wie sich die zunehmende Elektromobilität auf den Gesamtenergiebedarf der Kommune auswirkt.

Diese Analyse bildet die Grundlage für eine realistische Abschätzung der zukünftigen Energieversorgung.

3. Zielszenarien 2030 und 2040

Auf Grundlage der Bestands- und Potenzialanalyse werden Zukunftsszenarien entwickelt:

  • Wie entwickelt sich der Wärmebedarf bis 2030 und 2040?
  • Welche Versorgungsformen eignen sich für welche Ortsgebiete?
  • Wo sind Wärmenetze wirtschaftlich sinnvoll?
  • Wo bleibt eine dezentrale Einzelversorgung die beste Lösung?

Das Ergebnis ist ein räumliches Bild der zukünftigen Versorgungsstruktur sowie eine Festlegung möglicher Eignungsgebiete.

4. Wärmewendestrategie

Die Wärmewendestrategie soll aufzeigen, wie die klimaneutrale Wärmeversorgung Schritt für Schritt umgesetzt werden kann. Sie umfasst:

  • Handlungsempfehlungen für Kommunen, Energieversorger und Gebäudeeigentümer,
  • priorisierte Maßnahmen für die kommenden fünf Jahre,
  • organisatorische Schritte und Unterstützungsangebote,
  • die Integration in kommunale Planungsprozesse.
 
 
Die Offenlage des Fachgutachtens erfolgt im Zeitraum vom 7. bis einschließlich 20.04.2026 (siehe Meldung).
Der anschließende Feststellungsbeschluss ist in der Gemeinderatssitzung am 28. April 2026 vorgesehen.

Aktuelle Meldungen zur

Wärmeplanung

  • Offenlage des Fachgutachtens zur Kommunalen Wärmeplanung der Stadt Holzgerlingen

    Die Stadt Holzgerlingen informiert die Öffentlichkeit, dass im Rahmen der Erstellung der Kommunalen Wärmeplanung ein Fachgutachten erarbeitet wurde. Das Fachgutachten liegt im Zeitraum vom 07.04.2026 bis einschließlich 20.04.2026 während der allgemeinen Öffnungszeiten im Rathaus der Stadt Holzgerlingen, Böblinger Straße 7, 71088 Holzgerlingen, an der Infotheke zur Einsichtnahme aus.

  • Wohngebäude sanieren – aber wie anfangen?

    Wohngebäude sanieren – aber wie anfangen?

    Wer sein Wohngebäude energetisch sanieren möchte, steht oft vor einem Berg an Fragen: Wie steht mein Gebäude energetisch da? Welche Maßnahmen lohnen sich? Welche Kosten sind zu erwarten? Und welche Fördermittel kommen infrage? Um hierfür eine einfach Ersteinschätzung zu bekommen, stellt die Stadt Holzgerlingen gemeinsam mit Altdorf und Hildrizhausen ab sofort ein neues Online-Tool zur Verfügung. Ein digitaler Sanierungsassistent erstellt in wenigen Minuten einen individuellen Gebäudesteckbrief und informiert neutral über mögliche nächste Schritte.

  • Großes Interesse am Infoabend zur Wärmeplanung

    Großes Interesse am Infoabend zur Wärmeplanung

    Über 220 Bürger informierten sich live und im Stream über die kommunale Wärmeplanung. Wie sieht die Wärmeversorgung der Zukunft in Holzgerlingen, Altdorf und Hildrizhausen aus? Erfahren Sie alles über die Ergebnisse der Wärmeplanung, den neuen digitalen Gebäudesteckbrief und nutzen Sie unseren Video-Mitschnitt sowie die Vortragsunterlagen zum Nachlesen.

  • Einladung zum Informationsabend

    Einladung zum Informationsabend

    Am Donnerstag, den 5. März 2026, findet von 18:00 bis 21:00 Uhr ein öffentlicher Informationsabend zur Kommunalen Wärmeplanung in der Stadthalle Holzgerlingen statt. Vorgestellt werden der aktuelle Stand der Wärmeplanung sowie die zentralen Ergebnisse – insbesondere die Frage, wo künftig Wärmenetze möglich sind und wo dezentrale Heizlösungen im Vordergrund stehen werden. Ergänzend gehen Fachvertreterinnen und Fachvertreter in zwei Podiumsdiskussionen gezielt auf die drängendsten Fragestellungen zu Wärmenetzen und dezentralen Heizlösungen ein. Die Veranstaltung wird zusätzlich live übertragen und aufgezeichnet.

  • 20.01.2026  Maßnahmenworkshop zur kommunalen Wärmeplanung (Holzgerlingen)

    Am 20. Januar 2026 fand ein Maßnahmenworkshop mit Fraktionsvertreter:innen des Holzgerlinger Gemeinderats statt. Nach einem Bericht zum aktuellen Sachstand wurden für verschiedene Handlungsfelder konkrete Umsetzungsvorschläge gesammelt, gemeinsam diskutiert und priorisiert. Ziel ist es, die fünf wichtigsten Maßnahmen für die kommenden Jahre festzulegen, mit denen die Stadt die Grundlage für eine verlässliche und zukunftsfähige Wärmeversorgung in Holzgerlingen schafft.

 
 

Ergänzende Hinweise:

Gesetzlicher Rahmen

Seit dem 1. Januar 2024 verpflichtet das Wärmeplanungsgesetz (WPG) alle Kommunen in Deutschland, einen kommunalen Wärmeplan aufzustellen. Für Holzgerlingen gilt eine gesetzliche Frist bis zum 30. Juni 2028.


Bereits vor Inkrafttreten der gesetzlichen Verpflichtung hat sich Holzgerlingen entschieden, gemeinsam mit den Nachbarkommunen Altdorf und Hildrizhausen eine Wärmeplanung nach § 27 Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetz Baden-Württemberg (KlimaG BW) zu beauftragen.


Damit wollen wir frühzeitig Planungssicherheit für unsere Bürgerinnen und Bürger, Gewerbe, Energieversorger und Investoren schaffen und Synergien in der interkommunalen Zusammenarbeit bestmöglich nutzen.


Nach Aufstellung des Wärmeplans ist dieser mindestens alle fünf Jahre zu überprüfen und bei Bedarf fortzuschreiben, um technologische Entwicklungen, neue gesetzliche Rahmenbedingungen und lokale Veränderungen berücksichtigen zu können.

Datenschutzinformation gemäß § 27 KlimaG BW

Die zur Erstellung der kommunalen Wärmeplanung erforderlichen Daten werden durch die badenovaNETZE GmbH auf der Grundlage von § 27 KlimaG BW erhoben. Erhoben und verarbeitet werden Daten des Energie- oder Brennstoffverbrauchs sowie des Stromverbrauchs zu Heizzwecken. Als Informationsquelle dienen die Auskünfte der Bezirksschornsteinfegermeister und der Energieunternehmen.


Die Gemeindeverwaltung Holzgerlingen beabsichtigt nicht, die personenbezogenen Daten für einen anderen Zweck weiterzuverarbeiten als den, für den die personenbezogenen Daten erhoben wurden. Andernfalls stellt die Gemeindeverwaltung betroffenen Personen vor Weiterleitung Informationen über diesen anderen Zweck und alle anderen maßgeblichen Informationen gem. EU-VO 2016/679, Art. 13, Abs. 2 zur Verfügung.

Die Daten werden nach Verarbeitung bzw. Erstellung der kommunalen Wärmeplanung gelöscht. Es besteht ein Auskunftsrecht gegenüber den verantwortlichen Stellen. Darüber hinaus besteht ein Recht auf Löschung oder auf Einschränkung der Verarbeitung und ein Widerspruchsrecht gegen die Verarbeitung sowie des Rechts auf Datenübertragbarkeit sowie ein Beschwerderecht bei der zuständigen Aufsichtsbehörde (Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg, Postfach 10 29 32, 70025 Stuttgart).


 
 

Thomas Egeler

Thomas Egeler

Klimaschutzmanager Stabsstelle Klima & Energie
N.1-44

Tel.: (07031) 6808-104
Fax: (07031) 6808-99104

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