Stadt Holzgerlingen
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Biodiversitätscheck auf Holzgerlinger Gemarkung

01.01.2013

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Im Rahmen des Stadtentwicklungsprojektes Holzgerlingen 2030 entstand Im Jahr 2013 die Arbeitsgruppe „Klima, Umwelt, Freiraum“.

Neben vielen Vorschlägen entstand die Idee, eine Bestandsaufnahme der biologischen Vielfalt im außerstädtischen Bereich durchzuführen und zu bewerten (Biodiversitätscheck BDC). Daraus sollten praktikable Vorschläge zur Verbesserung entwickelt werden.

Für diesen BDC wurde die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen beauftragt. Dr. Jürgen Deuschle und seine Mitarbeiter haben über ein Jahr hinweg Wald und Flur beobachtet und ausgewertet. Mit diesen Grundlagendaten und Maßnahmenvorschlägen steht der Stadt nun eine wertvolle ökologische Basis für ihre Landschafts- und Bauleitplanung zur Verfügung.

Daraufhin hat der Gemeinderat zunächst Richtlinien zur Förderung von Lerchenfenstern, Entwicklung von Buntbrachen und Anlage von Ackerrandstreifen verabschiedet.

 

Der BDC ist ein freiwilliges Modellprojekt für Kommunen im Land. Nur wenige haben bisher eine derart professionelle Analyse und Bewertung durchführen lassen.

Fast die Hälfte aller Arten im Südwesten gelten inzwischen als gefährdet!

Neben dem Rückgang tauglicher Lebensräume v.a. durch Baugebiete oder Straßen ist einer der Hauptgründe für den Artenrückgang die sog. „Verinselung der Lebensräume“, d.h.: Einzelne Arten leben auf relativ kleinem Areal und isoliert von ihren Artgenossen ohne genetischen Austausch.

Die Erkenntnisse aus dem BDC sind Grundlage für eine nun mögliche Biotopverbundnetzplanung. Diese sollte eingebettet sein in die Naturschutzstrategie des Landes, um den maximalen Effekt für die gefährdeten Arten auf unserer Gemarkung bringen zu können.

Mit der Aufwertung und Vernetzung noch verbliebener Biotope könnte der genetische Austausch wieder in Gang gesetzt und weiterer Lebensraum gewonnen werden. Weitere, vom Aussterben bedrohte Arten, wie Kiebitz, Sumpfrohrsänger (Maurener Tal) oder gar Rebhuhn, die nach dem „Zielartenkonzept“ Baden-Württembergs als Brutvögel auf Holzgerlinger Gemarkung sein sollten, könnten wieder heimisch werden.

Im Arbeitskreis „Runder Tisch Biodiversität“, der von der Stadtverwaltung Holzgerlingen organisiert wird, werden Vorschläge von Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft bewertet und bis zur Umsetzungsreife weiter entwickelt.

 
 
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